Am 1. Oktober beginnt offiziell die neue Heizperiode – und mit ihr ein Anstieg bei den Energiekosten, auf den sich viele Eigentümer und Mieter erst noch einstellen müssen. Aktuelle Marktzahlen zeigen: Heizöl verteuert sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 Prozent. Auch Erdgas und Holzpellets ziehen an, wenn auch nicht im gleichen Tempo. Für Haushalte bedeutet das gegenüber der Heizsaison 2025 spürbar höhere Nebenkosten.
Warum die Preise gerade jetzt anziehen
Mehrere Faktoren wirken zusammen: die saisonale Nachfrage zu Beginn der Heizperiode, ein angespannter Energiemarkt und gestiegene Beschaffungskosten bei Heizöl. Während Erdgas über langfristige Lieferverträge etwas stabiler bleibt, reagiert der Ölpreis unmittelbarer auf Marktschwankungen. Pellets profitieren zwar von regionaler Verfügbarkeit, sind aber ebenfalls nicht mehr von der allgemeinen Preisentwicklung abgekoppelt.
Die 20-bis-22-Grad-Regel: Pflichten für Vermieter
Wer eine Wohnung vermietet, ist während der Heizperiode verpflichtet, in den üblichen Nutzungszeiten Innentemperaturen zwischen 20 und 22 Grad sicherzustellen. Steigende Energiepreise erhöhen dabei automatisch die Betriebskosten, die über die Nebenkostenabrechnung an die Mieter weitergegeben werden. Vermieter sollten frühzeitig prüfen, ob die Abschlagszahlungen noch realistisch kalkuliert sind, um Nachzahlungen und Unmut bei der nächsten Abrechnung zu vermeiden. Welche gesetzlichen Änderungen Eigentümer beim Thema Heizung ab 2027 zusätzlich beachten müssen, haben wir bereits im Beitrag zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz eingeordnet.
Was Eigentümer jetzt tun können
Kurzfristig hilft vor allem, offensichtliche Schwachstellen zu beseitigen: eine ungedämmte Kellerdecke, undichte Fenster oder eine falsch eingestellte Heizungsanlage kosten bares Geld. Wie sich beispielsweise eine Kellerdecke mit überschaubarem Aufwand selbst dämmen lässt, zeigt unser Beitrag „Kellerdecke selbst dämmen“. Wer über größere Maßnahmen nachdenkt, findet weiterführende Hintergründe in unserem Artikel zum seriellen Sanieren.
Fazit
Steigende Heizkosten treffen Eigentümer und Mieter gleichermaßen, lassen sich aber durch vorausschauende Planung abfedern. Wer eine Immobilie ohnehin verkaufen möchte, sollte den energetischen Zustand realistisch einordnen lassen – eine fundierte Immobilienbewertung zeigt, wie sich der Energiestandard auf den erzielbaren Preis auswirkt.